Welche Picobells Kleinkläranlagen gibt es?

Hinweis

Die Anforderungen können je nach Bundesland, Landkreis, Gemeinde, Einleitstelle und Standort unterschiedlich sein. Verbindlich sind immer die Vorgaben der zuständigen Unteren Wasserbehörde, der jeweiligen Satzung, der wasserrechtlichen Erlaubnis und der technischen Unterlagen zur jeweiligen Anlage.


Einleitung

Picobells bietet Kleinkläranlagen und Systemlösungen für unterschiedliche Einsatzbereiche, Einwohnerwerte und bauliche Situationen.

Die Anlagen basieren auf einem vollbiologischen Reinigungsprinzip mit bewegtem Trägermaterial. Je nach Projekt können Kunststoffbehälter, Betonbehälter oder Nachrüstsysteme für vorhandene geeignete Behälter zum Einsatz kommen.

Welche Lösung passt, hängt von Nutzung, Anlagengröße, Ablaufklasse, Standort und behördlichen Vorgaben ab.


Für welche Einsatzbereiche gibt es Picobells Anlagen?

Picobells Kleinkläranlagen kommen überall dort infrage, wo häusliches oder haushaltsähnliches Abwasser dezentral gereinigt werden muss.

Typische Einsatzbereiche sind:

→ Einfamilienhäuser
→ Mehrgenerationenhäuser
→ Ferienhäuser
→ Wochenendhäuser
→ Ferienwohnungen
→ landwirtschaftliche Gebäude
→ kleinere Gewerbebetriebe
→ Gastronomie
→ touristische Anlagen
→ Kleinsiedlungen
→ abgelegene Grundstücke ohne Kanalanschluss

Die passende Anlagenlösung richtet sich nach der tatsächlichen Nutzung und der berechneten Anlagengröße in Einwohnerwerten.


Welche Anlagengrößen sind möglich?

Picobells Systeme werden typischerweise für Kleinkläranlagen im Bereich von 4 bis etwa 50 EW eingesetzt.

Je nach Größe und Nutzung können unterschiedliche Anlagenkonfigurationen erforderlich sein.

Möglich sind zum Beispiel:

→ kleine Anlagen für Einfamilienhäuser
→ Anlagen für größere Haushalte
→ Anlagen für Ferienhäuser oder wechselnde Nutzung
→ Mehrbehälterlösungen für höhere Einwohnerwerte
→ Lösungen für gewerbliche oder touristische Nutzung
→ Nachrüstlösungen für vorhandene geeignete Behälter

Die konkrete Auslegung sollte immer anhand der Nutzung, der Einwohnerwerte und der behördlichen Anforderungen erfolgen.


Welche Behälterarten gibt es?

Picobells Anlagen können je nach Projekt mit unterschiedlichen Behälterlösungen umgesetzt werden.

Grundsätzlich kommen infrage:

→ Kunststoffbehälter
→ Betonbehälter
→ vorhandene geeignete Behälter bei Nachrüstung
→ Mehrbehälteranlagen bei höheren Einwohnerwerten

Kunststoffbehälter eignen sich häufig für kompakte Anlagenlösungen und Neubauprojekte. Betonbehälter können bei bestimmten baulichen Anforderungen oder größeren Projekten sinnvoll sein. Vorhandene Behälter können nachgerüstet werden, wenn sie technisch geeignet, dicht, standsicher und ausreichend groß sind.


Was ist eine Kunststoff-Kleinkläranlage?

Eine Kunststoff-Kleinkläranlage besteht aus einem Kunststoffbehälter mit integrierter oder ergänzter Klärtechnik.

Typische Merkmale können sein:

→ geringes Behältergewicht
→ kompakte Bauweise
→ korrosionsbeständiges Material
→ geeignete Lösung für viele Grundstücke
→ Kombination mit Picobells-Wirbelbetttechnik
→ technische Ausstattung mit Belüftung, Steuerung und Ablauf

Ob ein Kunststoffbehälter geeignet ist, hängt unter anderem von Bodenverhältnissen, Grundwasserstand, Einbausituation und behördlichen Vorgaben ab.


Was ist eine Beton-Kleinkläranlage?

Eine Beton-Kleinkläranlage nutzt einen Betonbehälter als bauliche Grundlage für die Abwasserbehandlung.

Betonbehälter können sinnvoll sein bei:

→ bestimmten Bodenverhältnissen
→ größeren Anlagen
→ besonderen baulichen Anforderungen
→ vorhandenen Betonbehältern
→ Nachrüstung geeigneter Bestandsbehälter
→ Projekten mit höherem Gewicht oder robuster Bauweise

Auch hier gilt: Der Behälter muss zur geplanten Technik, zur Anlagengröße und zu den wasserrechtlichen Anforderungen passen.


Was sind Nachrüstsysteme?

Nachrüstsysteme werden eingesetzt, wenn ein vorhandener geeigneter Klärbehälter weiter genutzt und mit neuer Klärtechnik ausgestattet werden soll.

Eine Nachrüstung kann infrage kommen, wenn:

→ der vorhandene Behälter ausreichend groß ist
→ der Behälter dauerhaft nutzbar ist
→ der Behälter dicht und standsicher ist
→ keine unzulässige Überbauung vorliegt
→ die Zugänglichkeit gewährleistet ist
→ die geplante Ablaufklasse erreicht werden kann
→ der Einbau fachgerecht ausgeführt wird

Bei Nachrüstungen ist die Prüfung des vorhandenen Behälters besonders wichtig.


Welche Ablaufklassen sind möglich?

Picobells Systeme werden für unterschiedliche Anforderungen eingesetzt. Häufig relevant sind insbesondere:

→ Ablaufklasse C
→ Ablaufklasse D

Ablaufklasse C beschreibt den kontrollierten Kohlenstoffabbau. Ablaufklasse D kann erforderlich sein, wenn weitergehende Anforderungen gelten, zum Beispiel bei empfindlichen Gewässern, Schutzgebieten oder besonderen behördlichen Vorgaben.

Welche Ablaufklasse benötigt wird, entscheidet die zuständige Behörde anhand von Standort, Einleitstelle und wasserrechtlichen Anforderungen.


Welche technischen Komponenten gehören zum Picobells-System?

Ein Picobells-System besteht je nach Anlagenvariante aus mehreren technischen und baulichen Bestandteilen.

Dazu können gehören:

→ Klärbehälter
→ Vorklärung
→ biologische Reinigungsstufe
→ Nachklärung
→ Picobells-Wirbelbettkörper
→ Belüftung
→ Verdichter
→ Steuerung oder Schaltschrank
→ Luftleitungen
→ Schlammrückführung
→ Ablauf und Probenahme

Das Zusammenspiel dieser Komponenten sorgt dafür, dass das Abwasser biologisch gereinigt und anschließend kontrolliert abgeleitet werden kann.


Was ist das Besondere am Wirbelbettverfahren?

Beim Wirbelbettverfahren dienen die Picobells als Trägermaterial für Mikroorganismen. Auf ihrer Oberfläche bildet sich ein Biofilm, der organische Stoffe im Abwasser biologisch abbaut.

Durch die Belüftung werden die Trägerkörper bewegt. Dadurch kommen Abwasser, Sauerstoff und Mikroorganismen intensiv miteinander in Kontakt.

Das unterstützt:

→ stabile biologische Reinigung
→ gute Sauerstoffversorgung
→ intensive Durchmischung
→ robusten Biofilm
→ zuverlässigen Betrieb auch bei wechselnder Belastung

Gerade bei schwankender Nutzung, zum Beispiel bei Ferienhäusern oder saisonal genutzten Gebäuden, ist eine robuste biologische Technik besonders wichtig.


Wie finde ich die passende Picobells Anlage?

Die passende Anlage ergibt sich nicht aus einem einzelnen Kriterium. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Nutzung, Standort, Einwohnerwerten, Behälterart und behördlichen Anforderungen.

Vor der Auswahl sollten geklärt werden:

→ Wie viele Einwohnerwerte werden benötigt?
→ Wird das Gebäude dauerhaft oder saisonal genutzt?
→ Gibt es wechselnde Belastung?
→ Welche Ablaufklasse wird gefordert?
→ Ist ein neuer Behälter geplant oder ein vorhandener Behälter vorhanden?
→ Ist Kunststoff oder Beton sinnvoller?
→ Welche Einleitstelle ist möglich?
→ Gibt es besondere Standortbedingungen?
→ Welche Unterlagen verlangt die Behörde?

Eine fachkundige Planung hilft, die passende Systemlösung auszuwählen.


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Fazit

Picobells bietet Systemlösungen für unterschiedliche Kleinkläranlagen, Behälterarten und Einsatzbereiche.

Je nach Projekt kommen Kunststoffbehälter, Betonbehälter, Mehrbehälteranlagen oder Nachrüstsysteme für geeignete vorhandene Behälter infrage.

Welche Lösung passt, hängt von Anlagengröße, Nutzung, Ablaufklasse, Standort, Einleitstelle und behördlichen Vorgaben ab.